Page 6 - Ausschreibung GK ZH 2021
P. 6

Institut für systemische Interaktionstherapie und Beratung GmbH Oberdiessbach


               7. Theoretischer Hintergrund und Methoden

               Als übergeordnetes theoretisches Gebäude dient die Systemtheorie. Dabei werden we-
               der nur das Kind (individualpsychologische Sichtweise) noch nur die Familiendynamik
               (familientherapeutische  Modelle  der  Kybernetik  erster  Ordnung)  betrachtet,  sondern
               ebenfalls  die  Rollenverteilungen  und  Interaktionsmuster,  die  sich  zwischen  Helfenden
               und  den  Familien  etabliert  haben  (Modelle der  Kybernetik  zweiter  Ordnung)  bzw.  die
               sozialen Herkunftssysteme eines Sozialraums.
               In die Haltung und Methodik werden Ansätze der Verhaltenstherapie, der Gesprächs-
               psychotherapie nach Rogers, der Gestalttherapie nach Perls, des Psychodramas, der
               Hypnosetherapie und des neurolinguistischen Programmierens (NLP) integriert.

               Die  theoretischen  Grundlagen  werden  durch  Vorträge  der  Dozierenden  und  Referate
               der  Kursteilnehmenden  sowie  mit  Übungen und  Videodemonstrationen  eingeführt.  Ei-
               nen Schwerpunkt des Kurses bildet das Einüben der verschiedenen Arbeitsformen an
               Beispielen aus dem Berufsalltag der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Rollenspiele und
               Demonstrationen in  der  Gruppe).  Durch  die  Teilnahme  von  Personen,  die  zuweisend
               tätig sind und Personen, die Förderungs- und Hilfemassnahmen anbieten, können auch
               synchronisierte  aufeinander  abgestimmte  aktivierende  Arbeitsformen  im  Hilfesystem
               erarbeitet und eingeübt werden.

               Der  Kursablauf  orientiert  sich am  Lernprozess  der Gruppe,  neben  den  vorgegebenen
               Themenbereichen  können  nach  Bedarf  einzelne  Themen  vertieft  oder  weitere  Inhalte
               eingefügt werden.

               Zwischen  den  einzelnen  Kursblöcken  treffen  sich  die  Teilnehmenden  in  festen  Peer-
               groups. Die Sitzungen der Peergroups werden protokolliert.
               Jede  Teilnehmerin,  jeder  Teilnehmer  stellt  periodisch  während  der  gesamten  Ausbil-
               dungszeit  die  Entwicklung  der  eigenen  Arbeit  an  einem  ausgewählten  Fall  dar.  Die
               Arbeit wird in Kleingruppen begleitet und unterstützt.


               8. Abschlussqualifikation / Zertifikat

               Der Grundkurs wird mit einem Zertifikat abgeschlossen, das vom SIT-Institut ausgestellt
               wird. Voraussetzung ist neben dem regelmässigen Kursbesuch (mindestens 90 Prozent
               der Kurszeit) eine positive Abschlussqualifikation.

               Die Abschlussqualifikation besteht aus:
                     dem Nachweis der erfolgreichen Anwendung der Kursinhalte in mehreren Praxis-
                      beispielen (nachgewiesen durch Verlaufsprotokolle, die Protokolle der
                      Peergroups und mehrere Demonstrationen der Arbeit in der Grossgruppe),
                     einer ca. 15-seitigen Prozessbeschreibung aus dem aktuellen Arbeitsfeld,
                     einer Abschlussdemonstration der eigenen Arbeit in der Gruppe.








                                                        Seite 6 von 10
   1   2   3   4   5   6   7   8   9   10